Die rastlose Jugend (The reckless youth)

Die Jugend, die ist in der Tat wunderbar. Man erlebt so viele Momente, in denen man glaubt, man habe die absolute, vollkommene Krise seines Lebens und könne nicht weitermachen. Sei es aufgrund banaler Entscheidungen oder aufgrund von Liebhabern mit Bambiaugen, die einem zeigen, dass das Heart-Break-Syndrom jeden aus der Bahn reißen kann. So nichtig oder fantastisch diese Probleme auch sein mögen, sind sie doch letztendlich charakterformende Simulanten.

Sie simulieren ununterbrochen. Sie simulieren Freude vor Menschen, die den Schmerz nicht mitbekommen sollen. Sie simulieren Ärger vor Menschen, die den Schmerz mitkriegen sollen. Danach lösen sie sich wieder auf. Als seien sie nie dagewesen. Man fängt an, sie zu vergessen, den Schmerz, die Menschen und die Probleme an sich.

Hatten sie doch einst unser ganzes Wesen bestimmt und uns zu rastlosen Kreaturen gemacht, bleiben sie eines Tages nur noch im hintersten Bereich unseres Gedankens haften. Dennoch brauchen wir unsere Dramen, unsere Schmerzen. Ein bedingungslos glückliches Leben wäre doch langweilig! Wir würden in der Einfachheit, in der Vollkommenheit nur noch eingeödet untergehen.

Die Menschen, die uns  zu Furien und Biestern avancieren lassen, sind wie Drogen. Wir wissen doch was die Drogen mit uns anstellen. Ihre Einnahme mag uns euphorisch stimmen, das Verlangen nach Ihnen mag uns reizen und wir mögen sie brauchen. Genau das suggeriert uns der freche, kleine Mann in unserem Kopf. Aber was er uns nicht erzählt ist, wie es uns danach gehen wird. Die Drogen mögen zwar bezaubernd sein, aber sie zerstören uns innerlich, langsam und stetig. Wir werden zu Geistern, die wir doch so verachten, aber wir können nicht die Finger von ihnen lassen. Erst durch den harten Entzug, den unangenehmen Weg des ständigen Kampfes, durch die Selbstbeherrschung und manchmal durch die unerträgliche Konfrontation mit der Realität, können wir von den Drogen ablassen. Dennoch bleibt der Reiz sie zu besitzen, beherrschen und zu benutzen. Schließlich erinnern wir uns an ihre angenehme Wirkung. Aber wir dürfen die unangnehmen Kreaturen nicht vergessen, die sie aus uns machten. Deswegen liebe Drogen, I wanna do real bad things with you!

#youth #jugend #rastlos #drogen #tips

Youth

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